Verein Naherholung im Umland e.V.

im Umland von Hamburg – eine Länder übergreifende Aufgabe
Der Vereinszweck – was leistet der Verein?
Unsere Organisation – wie funktioniert der Verein?
Förderpolitik des Vereins
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Wir – das sind der gemeinnützige Verein Naherholung im Umland Hamburg e.V. und seine Mitgliedskörperschaften
Freie und Hansestadt Hamburg,
Landkreise Harburg, Lüneburg, Stade (Niedersachsen),
Kreise Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg, Stormarn (Schleswig-Holstein) und
Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern).

 

Naherholungsförderung im Umland von Hamburg – eine Länder übergreifende Aufgabe

Das gemeinsame Ziel der Freien und Hansestadt Hamburg und der benachbarten (Land-)Kreise ist es, für die Menschen im Ballungsraum attraktive Naherholungsmöglichkeiten zu schaffen und zugleich den Tourismus in der Metropolregion Hamburg zu fördern. Diese Länder übergreifende Zusammenarbeit hat schon eine lange Tradition. Bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde erkannt, dass der Wirtschaftsraum Hamburg nicht ausschließlich unter ökonomischen Gesichtspunkten entwickelt werden konnte, sondern auch ökologische Faktoren und die Erholungsbedürfnisse der Stadtbevölkerung berücksichtigt werden mussten. Diese Erkenntnis wurde schließlich zum Leitmotiv der Gemeinsamen Landesplanungen Hamburg/ Schleswig-Holstein und Hamburg/ Niedersachsen, die in den 50er Jahren etabliert wurden und erstmals die gemeinsamen Prinzipien der Siedlungs-, Verkehrs-, Landschafts- und Naherholungsplanung im nördlichen und südlichen Umland Hamburgs festlegten.

Erklärtes Ziel war es, nicht nur die Lebensqualität und den Freizeitwert in der Region zu verbessern, sondern auch die besonders empfindlichen und schützenwerten Landschaftsteile zu bewahren, die Besucherströme zu entflechten und in weniger empfindliche Gebiete zu lenken. Das erfordert beträchtliche Aufwendungen für Infrastrukturausstattungen wie Wanderwege, Brücken, Park- und Rastplätze, sanitäre Anlagen, Wegweisungssysteme, Naturinformationszentren und dergleichen. Finanzierungsträger sind i.d.R. die Gemeinden oder Kreise des Hamburger Umlandes, die dabei von den Förderfonds Hamburg / Schleswig-Holstein und Hamburg / Niedersachsen mit Zuschüssen zu den anfallenden Planungs- und Investitionskosten unterstützt wurden.

1996 wurden die Gemeinsamen Landesplanungen von der Regionalkooperation Metropolregion Hamburg abgelöst und die Förderfonds dorthin überführt.

 

Der Vereinszweck – was leistet der Verein?

Anfang der 1970er Jahre zeichnete sich ab, dass die meisten Gemeinden aus eigener Kraft nicht in der Lage waren, die neuen Anlagen und Einrichtungen auch langfristig zu unterhalten. Um dieses Problem zu lösen, wurde 1972 der Verein Naherholung im Umland Hamburg e.V. als erste trilaterale Organisation der Gebietskörperschaften in der Region Hamburg gegründet.

Die Aufgabe des Vereins ist es in erster Linie, die Folgekosten der Naherholungsanlagen und -einrichtungen in den Gemeinden des Hamburger Umlandes finanzieren zu helfen und damit ihren Fortbestand langfristig zu sichern. Dazu erhalten die Gemeinden und Kreise Zuschüsse zu den laufenden Unterhaltungskosten und darüber hinaus zu notwendigen Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen.

Gefördert wird ausschließlich im Gebiet der Mitgliedskreise, das 1991 um das Gebiet des Landkreises Hagenow – heute Teil des Landkreises Ludwigslust-Parchim – erweitert wurde, und nicht in Hamburg selbst. Damit wird dem besonderen Interesse Hamburgs an ausreichenden naturnahen Erholungsmöglichkeiten für die Stadtbevölkerung Rechnung getragen, die es auf eigenem Gebiet schwerlich bieten kann. Dieses Interesse trifft sich mit dem der Kreise, die den Besucherverkehr in geordnete – d.h. möglichst naturverträgliche – Bahnen lenken wollen. Und den Gemeinden, die davon neben wirtschaftlichen Vorteilen auch etliche Belastungen zu erwarten haben, erleichtert die Vereinsförderung die Entscheidung, ihre Naherholungspotenziale mit eigenem Finanzmitteleinsatz für die Allgemeinheit zu erschließen.

Das ausgewogene „Geben und Nehmen“ und nahezu reibungslose Funktionieren hat die gemeinsame Naherholungsförderung zum Paradefall der regionalen Zusammenarbeit gemacht – und den Verein Naherholung zu ihrem unverzichtbaren Bestandteil.

 

Unsere Organisation – wie funktioniert der Verein?

Seine Finanzmittel erhält der Verein durch Beiträge i.H.v. 0,11 € je Einwohner der Mitgliedskörperschaften. Dieser Beitragssatz wird seit 2011 erhoben. Aktuell beläuft sich das jährliche Beitragsaufkommen auf 373.000 Euro. Über den Einsatz der Mittel entscheidet der Vorstand auf der Grundlage des Einnahmen-Ausgaben-Plans und der von den Kreisen eingereichten Förderanträge. Ihm gehören an: Ein Beauftragter der Freien und Hansestadt Hamburg als Vorsitzender, je ein Landrat der schleswig-holsteinischen und niedersächsischen Kreise, die im Wechsel den stellvertretenden Vorsitzenden stellen, sowie der Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Die Landräte der übrigen Kreise sowie ein weiterer Beauftragter Hamburgs werden regelmäßig zu den Sitzungen hinzugeladen (erweiterter Vorstand).

Die jährlichen Einnahmen-Ausgaben-Pläne werden von der Mitgliederversammlung beschlossen. Ihr gehören drei Beauftragte Hamburgs mit jeweils vier Stimmen und je Mitgliedskreis vier Vertreter(innen) mit jeweils einer Stimme an. Darunter befinden sich alle Mitglieder des erweiterten Vorstandes. Den Vorsitz führt die Vorstandsvorsitzende oder ihr Stellvertreter.

Die laufenden Geschäfte des Vereins Naherholung werden von der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft der Hamburg-Randkreise in Bad Segeberg wahrgenommen. Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft ist zugleich Geschäftsführer des Vereins. Den stellvertretenden Geschäftsführer stellt die Freie und Hansestadt Hamburg. Die Geschäftsführung prüft die von den Kreisen eingereichten Förderanträge und bereitet die Beschlüsse des Vorstandes vor, entwirft die Haushaltspläne, erledigt die Kassenführung und entwickelt Vorschläge für die Förderungspolitik des Vereins.

 

Förderpolitik des Vereins

Die Förderpolitik des Vereins ist auf größtmögliche Effektivität und Flexibilität ausgerichtet, was den Einsatz seiner begrenzten Finanzmittel und den Verwaltungsaufwand bei der Abwicklung von Förderanträgen angeht. Etwas anderes ist auch gar nicht denkbar, weil die Bedarfs- und Finanzlage sowie die politischen Entscheidungsprozesse und das Verwaltungshandeln der kommunalen Träger von Naherholungseinrichtungen einem ständigen Wandel unterliegen. Dennoch geht es nicht ganz ohne Regeln und Leitlinien, an die sowohl die Antragsteller als auch der Vereinsvorstand gebunden sind, damit die knappen öffentlichen Finanzmittel auch an den richtigen Stellen eingesetzt werden.

Wen es interessiert, der kann in der Geschäftsordnung und der Förderrichtlinie des Vereins, die als Dateien herunterzuladen sind, Näheres erfahren. Die benötigten Formulare können Sie ebenfalls als beschreibbare pdf- Dateien herunterladen.

Die Schaffung und Unterhaltung von attraktiven Naherholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung ist eine Aufgabe der allgemeinen Daseinsfürsorge und im Speziellen eine freiwillige Aufgabe der Kommunen. Die Kreise und Gemeinden im Hamburger Umland sind dieser Aufgabe bis heute mit großem und anerkennenswertem Engagement nachgekommen – zum Nutzen sowohl der Hamburger als auch ihrer eigenen Bürgerinnen und Bürger, Urlauber und Besucher. Die Gegenwart ist jedoch gekennzeichnet durch die wachsende Finanznot der Kommunen, die sie dazu zwingt, Einschnitte bei freiwilligen Leistungen vorzunehmen, so auch bei ihren Aufwendungen für die Naherholung. Der Verein ist deshalb besonders bestrebt, auftretende Lücken so gut es geht zu schließen, um den Kernbestand an Einrichtungen zu sichern, und gleichwohl noch seinen Beitrag zu Neu- und Ergänzungsinvestitionen zu leisten, damit das Angebot an Naherholungsmöglichkeiten im Hamburger Umland weiterhin auf der Höhe der Wünsche und Bedürfnisse seiner Nutzerinnen und Nutzer bleibt.

 

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